‚Intelligente‘ Beleuchtung im ,smart home’

LED-Lampen im vernetzten „smart home"

Smart Home © scyther5/Shutterstock.com

Von der Glühbirne zur LED-Lampe: Ein Nachfolger für das über hundert Jahre standardmäßig verwendete Leuchtmittel ist gefunden. LEDs verbrauchen um bis zu 90 % weniger Energie und bieten darüber hinaus eine Vielzahl weiterer entscheidender Vorteile. Es handelt sich um elektronische Leuchtmittel, die sich digital ansteuern und vernetzen lassen. Dies eröffnet geradezu futuristische Möglichkeiten der Beleuchtung, bei denen man das Licht per Smartphone steuern und damit wesentlich flexibler und vielfältiger einsetzen kann.

Über Bluetooth oder W-LAN die Helligkeit dimmen, zwischen verschiedenen Lichtfarben wechseln, mit Licht gezielt die Gesundheit fördern und auf den Alltag abgestimmte Beleuchtungsprogramme aktivieren – die möglichen Anwendungen für intelligente Beleuchtung im smart home erscheinen bereits heute nahezu endlos, obwohl die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt bzw. noch keine Produkte für den Massenmarkt hervorgebracht hat.

Licht per Smartphone steuern

Im ‚connected home‘ der Zukunft kann die intelligente Beleuchtung an das ‚Internet of things‘ angeschlossen sein, wobei die LED-Lampen als W-LAN-Verstärker fungieren können. Erste Leuchten mit Bluetooth-Ansteuerung, bei denen man das Licht per Smartphone steuern kann, sind bereits erhältlich, beispielsweise vom deutschen Hersteller Bopp Leuchten. Auch Marktführer wie Philips und Osram bieten seit einigen Jahren ‚intelligente‘ Beleuchtung an. Diese sind zwar nicht ‚intelligent‘ im Wortsinne, können aber für eine bedarfsgerechte, intelligent gestaltete Beleuchtung genutzt werden.

LED-Lampen, die verschiedene Lichtfarben und Helligkeitswerte erzeugen können, lassen sich nun punktgenau einzeln bedienen oder zusammenschalten. Auch die Musikanlage, die Rollläden und viele weitere Teile der Einrichtung können einbezogen werden, um Programme voreinzustellen, die für bestimmte Situationen wie den gemütlichen Abend zu zweit oder das Großreinemachen abgerufen werden können. Wenn sich die maßgeschneiderten Einstellungen leicht bedienen und variieren lassen, sorgt dies für einen erhöhten Wohlfühlfaktor. Solange die Komplexität nicht der Benutzerfreundlichkeit im Wege steht, sparen Sie mit Smart Home Lampen Zeit und Energiekosten.

Sprach- und Gestensteuerung

Neben der möglich gewordenen Vernetzung von Heizung, Beleuchtung, Hauseingängen, Fenstern, Musikanlagen etc. und deren zentraler Steuerung eröffnen sich auch neue Bedienmöglichkeiten. So könnten die einzelnen Lampen auch auf Sprachbefehle reagieren oder mit Gesten gesteuert werden.

Erhöhte Sicherheit vs. neuartige Risiken

Wenn beispielsweise Fenstersensoren und Bewegungsmelder einen Einbruch registrieren, kann die intelligente Beleuchtung unverzüglich für helles Licht sorgen und den Hausbewohner und/oder die Polizei über das Smartphone verständigen. Bei aller Euphorie, zumindest bei Herstellerfirmen und Technik-Begeisterten: Natürlich gibt es auch eine Menge Risiken, sofern die Smart-Home-Netzwerke gehackt werden können. Zu beobachten ist ja auch, dass elektronische Türschlösser von Autos per Computer gehackt und geöffnet werden können, sodass nicht einmal mehr Gewalt angewendet werden muss, um ein Auto zu klauen, wodurch der Diebstahl wesentlich unauffälliger vonstattengeht. Zudem darf man nicht vergessen, dass es vom vernetzen Zuhause nur ein kleiner Schritt bis zu einer Totalüberwachung aller Bürger ist, die das Entstehen eines totalitären Staats begünstigen kann.

Intelligente Beleuchtung am Arbeitsplatz

Nicht nur in den privat genutzten Gebäuden, sondern auch am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit sind die Anwendungen zahlreich. Erste Versuche zeigen, dass biologisch wirksames Licht erheblich zur Steigerung von Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz beitragen kann.