Knicklichter – wie funktionieren die bunten Lichter?

Knicklichter Leuchtarmband

Knicklichter © DuncanL/thinkstock.de

Ob als Partygag, als Notbeleuchtung im Dunkeln oder als Markierung der Rute für Angler: Auf vielfältige Weisen kommen bunte Knicklichter heute zum Einsatz. Gerade bei Kindern stoßen die Leuchtarmbänder- oder Stäbe auf große Begeisterung. Aber warum leuchten die Lichter eigentlich nach dem allseits bekannten Knick?

Die Erklärung für das Leucht-Phänomen der Knicklichter

Der Leuchtvorgang beruht auf dem Prinzip der Chemilumineszenz – klingt befremdlich, aber die Erklärung ist ebenso simpel wie genial. Chemilumineszenz beinhaltet das lateinische Wort lumen, also Licht. Es handelt sich also um einen Vorgang bei dem Licht entsteht. Und das passiert folgendermaßen: Im Inneren der meist aus Plastik bestehenden Bänder gibt es zwei Kammern. Die eine wird abgegrenzt durch ein Glasröhrchen. Darin befindet sich Wasserstoffperoxid. In dem anderen Abschnitt befindet sich ein Mix aus verschiedenen Chemikalien. Durch den Knick zerspringt das dünne Glasröhrchen und die zuvor räumlich getrennten Flüssigkeiten vermischen sich miteinander.

Die chemische Reaktion wird angestoßen

Dadurch, dass die Flüssigkeiten sich vermengen entsteht Kohlendioxid, welches wiederum die Energie auf den Farbstoff überträgt. Der Farbstoff gibt schließlich Energie in Form von Licht ab. Die Farbe des Lichts ist dabei schlichtweg abhängig vom verwendeten Farbstoff. Durch die chemische Reaktion wird die Substanz demnach in einen elektronisch angeregten Zustand versetzt. Die Leuchtreaktion dauert etwa acht Stunden an. Dann erlischt das Knicklicht wieder. Da die Flüssigkeiten sich nicht einfach wieder separieren lassen, ist folglich keine Mehrfachverwendung der Stäbe möglich.

Knicklichter Party

Knicklichter Party © oatjo/thinkstock.de

Übrigens: der größte Leuchtstab soll angeblich in Darmstadt geknickt worden sein. Er soll bei einer Höhe von rund drei Metern etwa 88 Liter Leuchtflüssigkeit gefasst und damit den Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde geschafft haben.