Lampen dimmen: Welchen Dimmer für welche Lampe nehmen?

verschiedene Dimmerbezeichnungen

Gedimmtes Licht ©d13/Shutterstock.com

Dimmbares Licht schafft die passende Helligkeit und Lichtstimmung für jede Situation! Angesichts der vielen verschiedenen Lampen- und Dimmertypen muss man jedoch sehr genau auf die Kompatibilität achten, sofern der Dimmer nicht direkt in die Leuchte integriert ist. Denn hinsichtlich der Dimmbarkeit und den jeweils nutzbaren Technologien bestehen große Unterschiede zwischen den diversen Glühlampen, Energiesparlampen und LED-Lampen.

Fragen Sie einen Fachhändler oder Elektriker, wenn Sie sich unsicher sind, ob eine Lampe dimmbar bzw. welcher Dimmer geeignet ist. Viele Lampen- und Leuchtenhersteller geben im Internet Empfehlungen zu den bestgeeigneten Dimmern ab. Achtung: Der Anschluss eines ungeeigneten Dimmers kann die Lampe, die Leuchte und den Dimmer selbst funktionsunfähig machen. Kompliziert kann es vor allem werden, wenn man mehrere Lampen mit demselben Dimmer betreiben, oder einen vorhandenen Dimmer mit neuen, andersartigen Lampen verwenden möchte, z. B. beim Auswechseln von alten Halogenlampen durch LEDs mit passendem G-Sockel.

Auch hinsichtlich des Lichtergebnisses und der Bedienung besteht eine Vielfalt, die nicht sofort überblickt wird. Grundsätzlich gibt es stufenlose Dimmer und solche mit voreingestellten Werten, zwischen denen gewechselt werden kann. Außerdem stehen Drehdimmer, Schiebedimmer, Schalter, Touchdimmer und Fernbedienungen zur Auswahl.

Lampen dimmen: Die wichtigsten Begriffe

Die angegebene Spannung, mit welcher der Dimmer arbeiten kann, ist daher von grundlegender Bedeutung für die Funktionalität. Die Leistung definiert einen zulässigen Bereich für die minimal und maximal dimmbare Gesamtleistung der angeschlossenen Lampen. Klassische Glühbirnen und Hochvolt-Halogenlampen werden mit 230 Volt betrieben, also der normalen Netzspannung. Niedervolt-Halogenlampen (meist 12 Volt) hingegen erfordern, ebenso wie andere Niedervoltlampen, einen vorgeschalteten Transformator zur Senkung der Betriebsspannung.

Sog. Retrofit-LEDs in klassischer Glühlampenform haben einen integrierten Spannungswandler (Trafo), damit sie in die alten Glühbirnen-Fassungen eingesetzt werden können. Aber auch für diese gilt: Dimmbar sind nur diejenigen LED-Lampen, die extra als solche angepriesen werden. Fest eingebaute LEDs erfordern ebenso grundsätzlich ein elektronisches Vorschaltgerät (Trafo) zur Senkung der Betriebsspannung und zur Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom, dieses befindet sich unsichtbar im Gehäuse. Für konventionelle Trafos (Drahtspule mit Magnetkern) benötigt man im Normalfall einen Phasenanschnittdimmer, für elektronische einen Phasenabschnittdimmer. Als Universal-Dimmer bezeichnete Geräte, welche es in zahlreichen Varianten gibt, sind mit verschiedenen Lampentypen kompatibel.

Dimmbarkeit verschiedener Lampentypen

Die meisten Hochvolt-Glühlampen können gedimmt werden, sofern der verwendete Dimmer kompatibel ist. Die Dimmer für dimmbare Niedervolt-Halogenlampen müssen zum Trafo passen, sie sind teurer in der Anschaffung als Standard-Dimmer für Glühlampen. Die meisten Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) sind nicht dimmbar, die dimmbaren Modelle müssen gekennzeichnet sein; in der Regel verlangen sie einen Phasenanschnittdimmer.

LED-Lampen bzw. -Leuchten müssen ebenfalls als dimmbar gekennzeichnet sein! Da sie völlig anders angesteuert werden als die anderen Leuchtmittel, muss der Dimmer für LEDs geeignet sein. Das bedeutet aber nicht, dass jeder LED-Dimmer zu jeder LED-Leuchte passt. Schon zwischen den Produkten zweier Hersteller können erhebliche Unterschiede bezüglich der Dimmbarkeit bestehen. Die meisten dimmbaren LEDs können mit einem Phasenabschnittdimmer gedimmt werden. Es gibt aber auch neuartige Verfahren wie die Pulsweitenmodulation und die DALI-Schnittstelle für das ‚smart home‘.

Die Dimmer-Symbole auf Lampen und Leuchten

Ein liegendes Dreieck veranschaulicht, dass die Helligkeit der Lampe verstellbar ist; zudem gibt es verschiedene Buchstaben-Zeichen für die diversen Varianten. Ein R bezieht sich auf Glühlampen bzw., direkt auf den Stromkreis bezogen, Ohmsche Lasten. Ein L zeigt induktive Lasten an, wie sie bei gewickelten (konventionellen) Transformatoren vorkommen; zudem gibt es auch elektronische Trafos, die mit Dimmern mit dem L-Symbol funktionieren. Ein C weist auf kapazitive Lasten hin, mit denen elektronische Vorschaltgeräte arbeiten.

Somit ergeben sich für die Buchstaben-Kennzeichnung unter dem liegenden Dreieck für die Dimmbarkeit vier verschiedene Varianten:

  • R: Phasenanschnitt-Dimmer für 230-Volt-Lampen
    R
  • R,L: Phasenanschnitt-Dimmer für konventionelle Trafos
    RL
  • R,C: Phasenabschnitt-Dimmer für elektronische Trafos
    RC
  • R, L, C: Universal-Dimmer
    RLC

Neben der angenehmen Lichtwirkung gibt es einen weiteren Vorteil beim Lampen dimmen: Stromverbrauch reduzieren.