Verschiedene Lampenarten im Vergleich

Die Wahl der passenden Lampen für die eigenen vier Wände ist nicht immer einfach. Welche Art der Beleuchtung sieht in welchem Raum gut aus? Welche Lampenart sorgt für das gewünschte Ambiente? Und welche Vor- und Nachteile haben die unterschiedlichen Lampenarten? Die richtige Innenbeleuchtung zu finden, kann sich als schwierig erweisen – hier finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Lampenarten im Vergleich.

Wandleuchten

Wandleuchten werden an der Wand montiert, entweder mit einem direkten Stromanschluss oder einem Stecker für die Steckdose, und strahlen häufig indirektes Licht aus. Wandleuchten erzeugen ein schönes Ambiente, da die Reflexion von Wand und Decke eine sehr angenehme Beleuchtung ergibt. Die meisten Wandleuchten haben entweder den Lichtstrahl nach unten gerichtet (Downlights) oder nach oben gerichtet (Uplights). Außerdem gibt es auch Kombinationen der beiden Variante. Besonders gut eignen sich Wandleuchten für eine gemütliche Beleuchtung, wie man sie im Schlafzimmer oder Wohnzimmer haben möchte. Durch sanfte Schatten wirkt das warme Licht sehr einladend und gemütlich. Im Gegensatz zu Deckenleuchten beispielsweise sind Wandleuchten jedoch meist nicht hell genug, um einen dunklen Raum vollständig hell zu erleuchten und eignen sich somit nicht fürs Badezimmer.

Wandleuchten © denisk11/Getty Images International

Deckenleuchten 

Deckenleuchten werden an der Decke angebracht und in der Regel direkt angeschlossen und über einen Schalter in der Wand bedienbar. Deckenlampen sind ein absoluter Designklassiker und können das Raumambiente maßgeblich beeinflussen. Derartige Lampen werden als Hauptlichtquelle sehr zentral an der Raumdecke positioniert, sodass sich das Licht gleichmäßig im Zimmer verteilen kann. Vor allem weil Deckenleuchten oft Blicke auf sich ziehen, sollten sie auf die Einrichtung des Raumes abgestimmt sein. Im Vergleich zu Wandleuchten bieten Deckenlampen entsprechend einen größeren Lichtradius und sind ideal geeignet für Räume, die hell ausgeleuchtet sein sollen wie das Badezimmer. Wichtig ist, dass Deckenleuchten in der Regel durch andere Lichtquellen ergänzt werden müssen, wenn man zum Beispiel bestimmte Bereiche eines Zimmers durch Orientierungsleuchten erhellen oder akzentuieren möchte. Deckenleuchten gibt es in zahlreichen Varianten. Je nach Gebrauch und Geschmack können Sie beispielsweise Schienensysteme, Spots, Pendelleuchten oder Kronleuchter wählen.

Deckenleuchten © dejan Jekic/Getty Images International

Stehlampen und Deckenfluter

Stehlampen oder Deckenfluter beschreiben eine Lampe, die flexibel auf den Fußboden aufgestellt wird und entweder senkrecht oder mit einem bogenförmigen Korpus aufragt. Das Besondere an Stehlampen und Deckenflutern ist, dass sie ausgesprochen vielseitig einsetzbar sind und auch dann, wenn sie schon in Gebrauch sind, noch neu platziert werden können. Denn für den Betrieb wird lediglich eine Steckdose benötigt wird, sodass Stehleuchten sehr flexibel ausgerichtet werden können, um Lesesessel oder Sitzecken in Szene zu setzen. Deckenfluter sind zudem selbst ein schicker Einrichtungsgegenstand, vor allem mit Bogenlampen können Sie Akzente in Ihrem Wohnbereich setzen. Ähnlich wie es bei Wandleuchten der Fall ist, erreicht das Licht von Deckenflutern oder Stehlampen nur einen eingeschränkten Radius, wirkt meist eher indirekt. Damit sollten derartige Lampen eher ergänzend eingesetzt werden.

Stehlampe © Peshkova/Getty Images International

Tischleuchten 

Bei Tischleuchten handelt es sich um eine ebenfalls flexible, kleinere Lichtquelle, die sowohl im Wohnbereich als auch im Arbeitsbereich zum Einsatz kommt, allerdings in unterschiedlichen Ausführungen. Schreibtischleuchten beispielsweise haben die Aufgabe, den Arbeitsplatz hell und punktuell von oben zu beleuchten. Idealerweise ist eine Lampe fürs Büro mit einem schwenkbaren Leuchtenhals ausgestattet, um flexibel einstellbar zu sein. Tischleuchten für den Schlafbereich hingegen haben meist einen größeren Lampenschirm und spenden indirektes, gleichmäßig verteiltes Licht. Ein buntfarbiger Schirm färbt das Licht leicht und sorgt – wenn gewünscht – für ein wohnliches, warmes Ambiente. Auch hier gilt wieder: Tischleuchten sind nur als Ergänzung zur zentralen Lichtquelle gedacht.

Tischleuchte © didecs/Getty Images International

LED-Strips

LED-Strips sind schmale Leisten und Bänder, auf denen sich Leuchtdioden befinden, die sich sowohl für eine dekorative Akzentbeleuchtung als auch zur sicherheitsrelevanten Grundbeleuchtung eignen. Viele LED-Strips sind mit einem Farbcontroller und Dimmer ausgestattet, was für eine ganz besondere Atmosphäre im Raum sorgen kann. Schnell und einfach werden LED-Strips an die Unterseite von Kanten und Brettern angeklebt und können auch das Unterbaubeleuchtung in der Küche eingesetzt werden, um die Arbeitsflächen auszuleuchten. LED-Strips mit mindestens IP-Schutz 44 sind sogar für den Einsatz im Badezimmer geeignet. Verwendet werden LED-Strips oftmals für direkte und auch indirekte Hintergrundbeleuchtung. Die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten rechnen sich schnell, wenn man den sehr geringen Stromverbrauch, die einwandfreie Lichtqualität sowie die langjährige Haltbarkeit berücksichtigt.

LED-Strips © studionobra/Getty Images International

Verschiedene Lampenarten im Vergleich: Fazit

Die unterschiedlichen Lampenarten sind jeweils für unterschiedliche Zwecke innerhalb des Wohnraums vorgesehen. Während Deckenleuchten als zentrale Beleuchtung verwendet werden, sind Wandleuchten in Form von Spots oder Strahlern oftmals zur punktuellen Beleuchtung geeignet. Deckenfluter und Stehlampen können neben ihrer Funktionalität ein Accessoire oder dekorativer Einrichtungsgegenstand sein. Tischleuchten kommen vielseitig zum Einsatz und können als ergänzende Lichtquelle die Atmosphäre des Raums beeinflussen. LED-Strips sind eine moderne Variante, um Akzente zu setzen und können sehr flexibel und individuell eingesetzt werden.