Minimalistisch wohnen: Das Einmaleins des minimalistischen Einrichtens

Interior-Bloggerin Sarah hilft uns den minimalistischen Wohnstil zu verstehen

Interior-Bloggerin Sarah hilft uns, den minimalistischen Wohnstil zu verstehen ©instagram.com/haus_tannenkamp/

Minimalismus ist eine moderne Lebenseinstellung, die sich auch in der Wohnwelt widerspiegeln kann. Ordentlich und aufgeräumt, beschränkt auf wenige, ausgewählte und liebgewonnene Einrichtungsgegenstände: Wer minimalistisch wohnen will, muss die Kunst des Weglassens für sich entdecken und verinnerlichen – so wie die liebe Sarah. Die Interior-Bloggerin öffnet für uns und ihre Instagram Follower die Türen zu ihrem traumhaften Altbau und gewährt inspirierende Einblicke in ihre eigene kleine minimalistische Interior-Welt.

Bei Instagram bringt die 31-Jährige ihren Followern ihre Interpretation vom minimalistischen Wohnen näher und zeigt eindrucksvoll wie harmonisch und modern minimalistisch-nordische Wohnungseinrichtung 2020 aussehen kann. Inspiriert vom virtuellen Rundgang durch das Minimalismus-Haus Tannenkamp und um viele Eindrücke reicher wollen wir dem beliebten Wohnstil einen eigenen Beitrag widmen und Ihnen die frisch gelernten Dos and Don’ts der minimalistischen Wohnweise nicht länger vorenthalten.

Lust, das Einmaleins des minimalistisches Einrichtens zu verinnerlichen? 

Was ist Minimalismus?

Weniger ist mehr! Der Grundgedanke des Minimalismus’ ist der, dass Überflüssiges in jedweder Form vom Wesentlichen ablenkt. Wer minimalistisch leben und wohnen möchte, versucht sich auf wenige Gegenstände zu beschränken, die wirklich gebraucht werden. Nach dem Motto “weniger ist mehr” wird aussortiert, entrümpelt und priorisiert: Was ist das wirklich Wichtige in meiner Wohnung? Aber auch: Was soll im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen? Minimalismus – das heißt unnötigen Ballast loswerden, sich freimachen von Staubfängern im Wohnraum. Ciao Chaos, hallo Ordnung!

Eine Ikone des deutschen Industriedesigns, Dieter Rams, formulierte treffend etwas, das für uns wie ein Leitsatz für minimalistisches Wohnen klingt, nämlich: “Weniger, aber besser” und beschreibt damit treffend die Quintessenz des etablierten Wohnstils. Viele bekannte Designer sind große Verfechter des Minimalismus’, so zum Beispiel auch der Leuchtendesigner Jasper Morrison. Er hat viele preisgekrönte Designerleuchten für die Premiummarke Flos entworfen, die unverkennbar die Sprache des Minimalismus sprechen. “Gerade genug” ist im Minimalismus genau richtig. 

Zuhause bei Interior-Bloggerin Sarah

Interior-Bloggerin Sarah

Das ist Sarah von Heugel. Auf ihrem Instagram-Profil “haus_tannenkamp” teilt die 31-jährige mit ihren Followern ihre Faszination für die nordisch-minimalistische Einrichtung. Sarah beschäftigt sich seit etwa fünf Jahren mit dem modernen Wohnstil und lässt ihre Follower an ihren kreativen Gestaltungsideen teilhaben. Uns hilft sie, den Wohnstil besser verstehenzulernen.

So interpretiert die Interior-Bloggerin den Wohnstil

Wir haben auch Interior-Bloggerin Sarah nach ihrer Auffassung von Minimalismus gefragt. Die 31-Jährige beschäftigt sich seit etwa fünf Jahren mit der minimalistischen Lebensweise und hat eine treffende Antwort auf die Frage parat, was Minimalismus ist:

“Für mich ist Minimalismus das zu besitzen, was man wirklich braucht. Wie viel das für jeden ist, ist individuell.”

Ihre Definition von minimalistischer Lebensweise erklärt auch, warum Minimalismus sich bei jedem anders ausprägt und warum minimalistisches Wohnen immer anders aussieht.
Sarah fand den Minimalismus-Gedanken inspirierend und hat ihre Lebensweise Schritt für Schritt in diese Richtung verändert. Sie wohnte nicht von heute auf morgen minimalistisch, sondern lernte mit der Zeit, konsequenter zu selektieren, welche Gegenstände und Accessoires zuhause einziehen dürfen.

“Angefangen habe ich mit der Kleidung, weil mir der Einstieg über das Aussortieren und Ordnung schaffen im Kleiderschrank am leichtesten fiel. Nach und nach habe ich dem Minimalismus auch Einzug in meine nordische Wohnwelt gewährt und fühle mich damit heute total wohl.” 

Für jeden, dem es schwerfällt, sich von Deko und Möbeln zu trennen, hat Sarah einen hilfreichen Tipp parat, der dem Sammeln und Anhäufen von Einrichtungsgegenständen vorbeugt: 

“Ich habe mir selbst eine kleine Regel auferlegt, an die ich mich zu halten versuche: Für jedes neue Teil, was in unsere vier Wände einzieht, soll ein altes weichen.”

Clever! Denn auf diese Weise läuft man nicht so leicht Gefahr, nach einigen Monaten erfolgreichem Minimalisten-Dasein wieder in einem überladenen Zimmer zu stehen und lebt langfristig ballastfrei. Konsequentes Selektieren von Wichtigem soll gelernt sein! 

Minimalistische Leuchten sind für Interior-Bloggerin Sarah besonders wichtig. Die Louis Poulsen Panthella Portable kann sie flexibel platzieren – die Akkuleuchte hat keine Kabel.

Minimalistisch einrichten: die Dos and Don’ts

Die Königsklasse in der minimalistischen Wohnungseinrichtung ist es, den Spagat zwischen zu viel und zu wenig zu meistern. Ein Minimalismus-Wohnzimmer soll zwar ordentlich und aufgeräumt aussehen, dabei aber nicht zu kahl und unpersönlich werden. Mit diesen kleinen Tipps gelingt ein gemütlicher, freundlicher Minimalismus-Look:

  • Mut zur Lücke: In der minimalistischen Einrichtung darf der Raum für sich sprechen! Freie Flächen auf dem Boden und an der Wand helfen dabei, den Fokus auf den Raum selbst mit den wenigen, sorgsam ausgewählten Möbelstücken zu lenken. Hohe Decken und offene, weitläufige Zimmer machen es noch leichter Gegenständen den nötigen Raum zu geben und die Ästhetik der Möbel in den Vordergrund zu rücken. Mit der Raumwirkung spielt übrigens auch Bloggerin Sarah: Um das freundliche, offene Wohnkonzept vom Haus Tannenkamp entstehen zu lassen, mussten in ihrer Küche die Zwischendecken weichen. Die Küche ist mit ihren fünf Metern Deckenhöhe, freier Sicht auf die wunderbar rustikalen Holzbalken des alten Dachstuhls und großen, hohen Fenstern definitiv etwas ganz besonderes.

Mut zur Lücke! Sarah setzt bei der Einrichtung auf viel freie Fläche auf dem Boden und an der Wand sowie auf offene, helle Räume.

  • Wenige, ruhige Farben: Weiß, Grau, Beige und alles, was dazwischen liegt – wie auch im skandinavischen Wohnstil dominieren im Minimalismus die sanften, hellen Töne an der Wand und auf dem Boden. Gemusterte Tapeten oder bunte Teppiche sind dem stereotypen Minimalisten ein Dorn im Auge. Auf alles, was Unruhe in das Raumbild bringt, wird lieber verzichtet. Ein typischer optischer Unruhestifter in Wohnräumen sind Bücherregale mit ihren bunten Covern. Ein Praxistipp, für denjenigen, der sich von der Literatur trotz Minimalismus-Bestreben nicht trennen mag: Wenn man die Bücher mit schlichten Buchumschlägen in hellen Farben einschlägt, fügen sie sich harmonisch in das Raumbild ein.

  • Deko in Maßen: Minimalisten beschränken sich bei der Auswahl ihrer Wohn-Accessoires auf wenige, stilvolle Elemente, auf denen dann das Augenmerk im Raum liegt. Wegschmeißen muss man die ausrangierten Möbel und Accessoires natürlich trotzdem nicht: Bestimmt findet sich ein fröhlicher Abnehmer für die Gegenstände, von denen Sie sich trennen wollen. Bei Sarah ziehen wenige Key-Pieces wie etwa ihre Lieblingsvase, der Shell Pot von Ferm Living oder eine ihrer Designerleuchten die Blicke auf sich.

Ein Tipp von Living-Bloggerin Sarah:

“Wem es schwerfällt sich von Dingen zu trennen, dem kann ich empfehlen wie ich selbst vorzugehen: Ich habe eine Kiste mit Gegenständen gepackt, bei denen ich mir nicht sicher war, ob ich mich trennen möchte, sie beschriftet und für sechs Monate in den Keller geräumt. Wenn man die Deko nach einem halben Jahr noch nicht vermisst, weiß man: Das kann endgültig ausrangiert werden.”

  • Reduzierte Formsprache: Im Minimalismus werden gerade, einfache Formen Schnörkeln und Verzierungen vorgezogen. Das gilt gleichermaßen für Möbel wie auch für Dekoration oder Beleuchtung. 
  • Stauraum: Für einen aufgeräumten, ordentlichen Eindruck, sollten nicht zu viele Gegenstände frei im Raum herumstehen. Möbel mit viel verstecktem Stauraum, Schubladen und Fächern bieten sich an. 

Unser Tipp: Nutzen Sie den versteckten Stauraum der Möbel und sorgen Sie auch in Schränken und Schubladen für Ordnung.

Lust auf mehr hilfreiche Tipps und Anregungen zum Thema Ordnung und Minimalismus im Wohnbereich? Dann klicken Sie sich bei Instagram durch die Storyhighlights von “haus_tannenkamp”. Sarah öffnet für ihre Follower ihre Türen und Schränke in allen Räumen des Hauses. Wer ein paar Anregungen und Tipps für Minimalismus Schlafzimmer, Wohnzimmer und Co. mitnehmen möchte, sollte unbedingt mal vorbeischauen – es lohnt sich!

Minimalismus Dos

✓ schlichte, helle Farben
✓ freie Flächen
✓ wenige, ausgewählte Möbelstücke

Minimalismus Don’ts

X Schnörkel und Verzierungen
X bunte Farbwelt
X Unordnung

Gemütlichkeit und Minimalismus – passt das zusammen?

Definitiv! Hygge-Feeling und reduzierter Konsum sind keine Gegensätze. Statt Farben und Muster, sind im minimalistischen Wohnen Materialien und Texturen das Mittel der Wahl, wenn es darum geht Gemütlichkeit zu schaffen. Eine kuschelige Decke, ein hochwertiger Teppich, ein Esstisch aus warmem Massivholz oder eine Bambus-Kommode machen aus einem sterilen Raum im Handumdrehen einen behaglichen Wohlfühlort.

Checkliste: Minimalistische Schlaf- und Wohnzimmer

  • neutrale Farben für Vorhänge, Bettbezüge und Kissen: typischerweise Pastelltöne, Weiß, Grau oder Beige 
  • Aufgeräumter Kleiderschrank: besonders bei offenen Kleiderschränken – Stauraum in Form von Schubladen und Fächern hilft Ordnung im Schrank zu schaffen.
  • versteckte Aufbewahrungsmöglichkeiten

Checkliste: Minimalistische Küche

  • viel Genutztes schnell griffbereit halten
  • Schränke und Schubladen gut sortieren
  • Fronten und Arbeitsplatten in freundlichen Farben und aus nachhaltigen Materialien wählen
  • grifflose Fronten für optische Klarheit 
  • matte Farben mit geringer Leuchtkraft für Ruhe und Reinheit

Sarahs Lieblingsraum im Haus: Die minimalistische Küche. Sieht sie nicht wunderschön aus? Ein Ort zum Wohlfühlen und gemütlichen Beisammensein.

Minimalismus-Inspiration: Interior-Bloggerin Sarah lebt den Wohnstil

Wer den minimalistisch-nordischen Wohnstil mit all seinen Facetten in wenigen Sekunden kennenlernen und verstehen möchte, der braucht nur einen Blick auf Sarahs Instagram Profil “haus_tannenkamp” zu werfen. Eindrucksvoll beweist sie hier einmal mehr: Bilder sagen mehr als tausend Worte. Als Fotografin hat die Interior-Bloggerin ein Auge für Schönes und lichtet ihren charmanten Altbau täglich neu ab, findet neue Blickwinkel und Perspektiven. Man merkt, wie viel Liebe in Haus und Einrichtung stecken und lernt ihr klares Wohnkonzept schnell lieben. Sarahs Haus in drei Worten?

“Minimalistisch, skandinavisch, modern!”

Die Küche im frisch sanierten Altbau hat fünf Meter hohe Decken. Die urigen Holzbalken sind ein echter Hingucker.

Die dominierenden Grundfarben Beige, Weiß, Grau und Schwarz kombiniert sie mit warm wirkenden Materialien wie Eichenholz oder Rattan. So treffen die eher kühlen Nuancen auf warme Töne und sorgen für die nötige Portion Gemütlichkeit im Minimalismus-Haus. Die gut erhaltenen, ursprünglichen Elemente des Altbaus aus dem Jahr 1932 wie eine Holztreppe aus Pitch Pine oder die rohen Balken des Dachstuhls, verleihen dem Haus eine besondere Magie. Haus Tannenkamp ist ein gutes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn man alten Dingen neues Leben einhaucht und sie mit modernen Wohntrends kombiniert.

Aus Alt mach Neu! Sarahs Minimalismus-Haus am Tannenkamp ist ein sanierter Altbau aus dem Jahr 1932. Viele ursprüngliche Elemente konnten erhalten werden.

Lampen, die zu minimalistischer Einrichtung passen

Natürlich soll auch die Beleuchtung die Sprache des Minimalismus sprechen. Wie auch für Möbel und Dekoration setzt man im minimalistischen Stil auf filigranes Design. Leuchten, für Minimalismus-Häuser sind oft schlicht, von dezenter Form und Farbe und von hervorragenden Lichteigenschaften. Wer mit dem #minimalistischwohnen bei Instagram nach Living-Profilen zu dem beliebten Wohnstil sucht, merkt schnell, dass die Minimalismus-Community vor allem zeitlose Designklassiker der Premium-Marken Artemide, Flos oder Louis Poulsen für die Beleuchtung einsetzt. 

Louis Poulsen Yuh Weiß | Louis Poulsen Panthella Mini Opalweiß | Louis Poulsen AJ | Flos Bon Jour Transparent | Flos IClights Schwarz | Flos Gatto


Sarah mit ihrem Profil “haus_tannenkamp” liebt zum Beispiel die schlichten, klassischen Leuchten der Marke Louis Poulsen. Die Louis Poulsen Panthella Portable Tischleuchte aus unserem Onlineshop steht bei ihr immer dort, wo das gemütliche, dimmbare Licht gerade gebraucht wird. Mit ihrem opalweißen Lampenschirm und ohne störende Lampenkabel, passt sie perfekt in Sarahs minimalistisches Zuhause. Ihre Leseecke wird von einem weiteren Louis Poulsen Klassiker geschmückt: Der Louis Poulsen AJ Stehleuchte. 

Louis Poulsen AJ Grau | Louis Poulsen NJP Schwarz | Louis Poulsen YUH Schwarz