Seit wann gibt es elektrisches Licht?

Elektrisches Licht Glühbirne

Vor einigen hundert Jahren stand man ohne Kerzenlicht kurzum im Dunkeln da. Tagesabläufe waren fest an die jeweilige Tageszeit gebunden. Heute sind unsere Tagesabläufe unabhängig von der Uhrzeit – denn wir haben elektrisches Licht. Kerze, Petroleumlampe, Gaslicht und Fackel konnten größtenteils in Rente gehen und sind heute eher zweckdienlich an den wenigen Orten, die keinem elektrischen Licht zugänglich sind, im Einsatz oder schaffen Atmosphäre.

Vom Lagerfeuer zur Kerze

Musste man sich 50.000 vor Christus noch mit offenen Feuerstellen als Lichtquelle begnügen, so konnte man zwei Jahrhunderte nach Christus bereits Licht durch die Verfügbarkeit von Kerzen flexibel im Raum verteilen.

Natuerliche Lichtquelle Feuer

Die Anfänge des elektrischen Lichts

Elektrisches Licht (also Licht, welches durch eine Lichtquelle erzeugt wird, die Elektrizität in Licht umwandelt) hielt dann erst im 19. Jahrhundert schleichend Einzug in die Gesellschaft. Eine erste zündende Idee im Rahmen des Entwicklungsprozesses des elektrischen Lichts ist die jablotschkowsche Kerze – eine Kohlenbogenlampe, die durch das Abbrennen zweier Kohlestifte eine Lichtversorgung für ein bis zwei Stunden gewährleisten konnte. Verantwortlich für das Brennen war hierbei das Weißglühen der Kohle. Das Licht wurde als störend empfunden, da es extrem hell und blendend war. Das Bogenlicht fand keinen Einzug in die deutschen Wohnhäuser.

Die nächste Revolution: Thomas Edisons Glühbirne

Die nächste Revolution in der Beleuchtungsbranche vollzog sich 1879. Thomas Edison entwickelte einen beständigen Glühfaden, bestehend aus Bambuskohlefasern. Die Brenndauer konnte durch diese Erfindung von zwei auf nunmehr 40 Stunden erhöht werden. Der Strom konnte gezielt erzeugt, verteilt und geschaltet werden. Damit hielt das elektrische Licht Einzug in die Haushalte. Der Schritt von der Gasglühbeleuchtung zur langlebigen Glühlampe vollzog sich etwa um 1890 herum.

1940: Ganz Deutschland hat elektrisches Licht

Etwa ab den 1940er Jahren war ganz Deutschland an das Stromnetz angeschlossen. Anfangs als reiner Lichtspender angesehen, wurde die Elektrizität mit zunehmender Bezahlbarkeit in viele Alltagsvorgänge implementiert. Von ungemeiner Bedeutung waren auch die wirtschaftlichen Veränderungen, die mit dem flächendeckenden Einzug des elektrischen Lichts einhergingen: Betriebe führten Schicht- und Nachtarbeit ein, Arbeits- und Wohnräume wurden voneinander getrennt. Und auch nachts wurde es auf den Straßen plötzlich voller, denn die Menschen wurden unabhängig vom natürlichen Tag- und Nachtrhythmus.

Elektisches Licht Deutschland