Solarlampen – eine zukunftsweisende Entwicklung

Solarlampen laden ihre Batterie mit Sonnenlicht auf

Solarlampe © PhIllStudio/Shutterstock.com

Die Idee ist so einfach wie genial: Solarlampen laden sich tagsüber durch Sonnenlicht auf und geben dann in der Dunkelheit Licht ab. Sonnenlicht als Energiequelle steht uns auf der Erde dauerhaft kostenlos zur Verfügung und ist gegenüber anderen erneuerbaren Energien wie Erdwärme, Biomasse und Wasserkraft denkbar einfach und unkompliziert einsetzbar.

In unseren Breiten werden Solarlampen aufgrund ihrer eher geringen Leuchtkraft und der begrenzten Leuchtdauer bisher nur in der Gartenbeleuchtung und im Outdoor-Bereich eingesetzt, zum Beispiel beim Campen oder Angeln. Durch neuere Entwicklung im Bereich der LED-Technologie könnten Solarlampen jedoch bald viel leistungsfähiger werden. Und schon heute können sie in den ärmsten Ländern der Welt den Alltag vieler Menschen deutlich erleichtern. Im folgenden Artikel informieren wir Sie über die Funktionsweise von Solarlampen und mögliche zukünftige Einsatzbereiche.

Wie funktionieren Solarleuchten?

Die ersten Solarlampen wurden in den 1980er Jahren auf den Markt gebracht. Seitdem haben sie sich ständig weiterentwickelt. Solarlampen sind elektrische Lampen mit einer oder mehreren Solarzellen. Mithilfe dieser können sie unabhängig vom Stromnetz Licht spenden. Das Gehäuse von Solarleuchten besteht meist aus Metall, weil es ein langlebiges Material ist; besonders beständig sind Solarleuchten aus Edelstahl. Aber auch Solarleuchten aus Holz, Kunststoffen oder Glas kommen für das Gehäuse in Frage.


Die meisten heute verwendeten Solarzellen bestehen aus kristallinem Silizium, das in der Natur sehr oft (etwa in Quarz oder Sand) vorkommt. In der kristallinen Struktur der Solarzellen werden durch das einfallende Sonnenlicht positive und negative Ladungsträger freigesetzt. Es entsteht Gleichstrom. In modernen Solarleuchten wird der Strom in Lithium-Ionen-Akkus zunächst zwischengespeichert. Nach Anbruch der Dämmerung kann die Solarzelle keinen Strom mehr liefern und sie schaltet automatisch auf Lichtbetrieb um. Die gespeicherte Energie wird so bei Dunkelheit in Form von Licht wieder abgegeben. Bei Sonnenaufgang beginnt die Solarzelle wieder Strom zu produzieren und die Lampe schaltet sich aus. Manche besonders günstigen Solarleuchten müssen allerdings manuell ein- und ausgeschaltet werden.

Einsatzbereiche von Solarlampen

Die meisten Solarlampen haben, wenn der Akku voll aufgeladen ist, eine Leuchtdauer von maximal 12 Stunden und können so im günstigsten Fall für eine Nacht Licht spenden. In unseren Breiten wird es in der kalten Jahreshälfte allerdings für länger als zwölf Stunden dunkel. Zudem wird es an manchen Tagen im Jahr auch tagsüber gar nicht richtig hell, sodass sich die Leuchtdauer nochmals verkürzen kann. Zum Ausleuchten größerer Flächen konnten Solarlampen bisher nicht eingesetzt werden, weil ihre Leuchtstärke im Vergleich zu anderen Lampen relativ gering ist.

Solarleuchten für den Garten

Bei der Terrassen-, Garten- und Teichbeleuchtung und zu Dekorationszwecken werden Solarleuchten aber auch heute schon gerne genutzt, weil sie keine Stromkosten verursachen und die Umwelt schonen. Auf dem Balkon kommen beispielsweise Solarleuchten für Blumenkästen zum Einsatz. Eine häufig gestellte Frage ist: ‚Kann man Solarleuchten im Winter draußen lassen?‘ Prinzipiell ist dies kein Problem, schonender ist natürlich die Aufbewahrung an einem geschützten und trockenen Ort. Durch die Verwendung von neuartiger LED-Technologie könnte sich die Lebensdauer der umweltfreundlichen Lampen auf 100.000 Leuchtstunden verlängern. Zudem kann die Leuchtkraft durch die LEDs erhöht werden. Dann werden auch neue Einsatzgebiete möglich, beispielsweise bei der Straßenbeleuchtung.

Grüne Energie gegen die Armut der Welt

In den ärmeren Teilen der Welt können Solarlampen die ungünstigen Bedingungen vor Ort deutlich verbessern. Die Hilfsorganisation green energy against poverty beispielsweise setzt in Indien tragbare LED-Lampen ein, die ihren Strom aus Fotovoltaik-Modulen beziehen. Damit soll in erster Linie die Sicherheit von Frauen erhöht werden. Denn in Indien kommt es häufig nach Anbruch der Dunkelheit zu Übergriffen auf Frauen. Mit den akkubetriebenen Solarlampen sind sie abends auf dem Heimweg von der Arbeit zumindest ein bisschen gegen Belästigungen und Angriffe geschützt.

Auch Solarleuchten für innen werden stetig weiterentwickelt und in vielen Ländern immer häufiger genutzt. Gegenüber den schummrigen und gefährlichen Petroleumlampen, die sonst für gewöhnlich in Indien als Lichtquelle verwendet werden, bieten die Solar-LED-Lampen den Vorteil, dass sie auf Knopfdruck helles und punktgenaues Licht spenden. In Zukunft sollen solare Leselampen für Schulkinder in Indien eingesetzt werden, damit diese abends ihre Hausaufgaben machen können. Angenommen, in den ärmeren Ländern der Welt sind die völlig überholten und energieineffizienten Petroleumlampen durch Solar-LED-Lampen ersetzt worden, würden jährlich 100 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.