Biophilic Design ist ein Gestaltungsprinzip, das auf der Theorie der Biophilie basiert, der "Liebe zum Lebendigen". Damit ist die Idee von der angeborenen Sehnsucht und der emotionalen Verbundenheit der Menschen zur Natur gemeint. In Innenräumen, sowohl im eigenen Zuhause als auch im Büro, wird dieses Konzept durch Materialien, Farben, Formen und Licht zum Ausdruck gebracht, um Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit positiv zu beeinflussen.
Biophile Gestaltung: Wirkung auf das Wohlbefinden
Gerade in einer immer dichter werdenden Stadt und in der modernen Arbeitsumgebung, in der viele Menschen den Großteil ihres Tages in geschlossenen Räumen verbringen, gewinnt der biophile Ansatz an Bedeutung. Wer sich in einem naturnah gestalteten Umfeld aufhält, ist oft produktiver, fühlt sich ruhiger, zufriedener und erlebt weniger Stress.
Biophilic Design zuhause integrieren
Oft sind es einfache Maßnahmen mit großer Wirkung, die dein Zuhause in ein kleines Naturparadies verwandeln können. Hier folgen ein paar Beispiele für eine mögliche Gestaltung und typische Merkmale des biophilen Designs:
1. Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen
Pflanzen sind das Herzstück des biophilen Ansatzes. Große Zimmerpflanzen, hängende Blumen, kleine Kräuter oder eine begrünte Wand bringen lebende Struktur in den Raum. Sie verbessern die Luft, schaffen eine direkte Verbindung zur Natur und wirken nachweislich beruhigend.
Ergänzen lassen sich Leuchten im Biophilic Design, die nicht nur eine dekorative, sondern auch eine funktionale Erweiterung sind. Naturnah gestaltete Lampen aus Holz, mit textilen Schirmen oder organischen Formen sowie Leuchten mit Ablagen, die als zusätzlicher Stauraum für deine Zimmerpflanzen dienen, fügen sich gut in das Biophilic Design ein.
2. Natürliche Materialien
Setze bei Möbeln und Oberflächen auf Holz, Massivholz, Naturstein oder Kork. Auch Textilien aus Wolle oder Leinen verstärken das naturnahe Gefühl.
Diese Materialien schaffen ein Gefühl von Einklang und Offenheit, das künstliche Oberflächen selten erreichen.
3. Farben aus der Natur
Erdtöne, grüne Nuancen, warme Braun- und Sandtöne oder sanfte Wasserfarben erinnern an Wald, Wiese oder Küste. Auch Tapeten mit organischen Mustern und Materialien können die Natur subtil oder großflächig ins Zuhause holen.
4. Offener Ausblick
Positioniere Sitzplätze so, dass du einen Blick nach draußen hast, z. B. in den Garten, auf Bäume oder in den Himmel gerichtet. Große Fenster verstärken die räumliche Offenheit und bringen viel natürliches Tageslicht ins Innere.
Leuchten im Biophilic Design
Biophilic Leuchten zeichnen sich durch organische, runde oder fließende Formen aus, die an natürliche Linien in der Umwelt erinnern. Harte Kanten werden durch weiche Übergänge und harmonische Proportionen abgemildert, wie etwa durch die Moos-Optik als integriertes Element, das visuell die Verbindung zur Natur stärkt.
Das passende Licht für biophiles Wohnen
Neben der Optik der Leuchte ist die Wirkung der Beleuchtung entscheidend. Hier folgen drei Tipps für ein natürliches Wohngefühl:
1. Lichtfarbe
Für Wohnbereiche wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer eignet sich warmweißes Licht (ca. 2.700–3.000 Kelvin). Es erinnert an die Abendsonne und fördert Entspannung.
Im Homeoffice oder im Arbeitsumfeld darf das Licht etwas klarer sein. Hier eignet sich neutralweißes Licht (ca. 3.500–4.000 Kelvin), um Konzentration und Produktivität zu unterstützen.
2. Dimmbarkeit für natürliche Rhythmen
Dynamische Lichtsysteme, wie etwa Leuchten, bei denen du die Lichtfarbe und Helligkeit nach Bedarf und Tageszeit steuern kannst, unterstützen den natürlichen Rhythmus des Körpers.
3. Lichtzonen schaffen
In der Natur gibt es nie gleichmäßiges, flächiges Licht. Es entstehen helle und schattige Bereiche, Lichtinseln und sanfte Übergänge. Übertrage dieses Prinzip in dein Zuhause, indem du mehrere Lichtquellen kombinierst. So entsteht mehr Tiefe im Raum. Indirektes Licht wirkt weicher und natürlicher. Ergänze deine Deckenbeleuchtung durch Tischleuchten, Stehlampen oder Wandleuchten in natürlichen Farben und Materialien.