FI-Schutzschalter fliegt raus: Ursache finden & beheben

Der FI-Schutzschalter befindet sich im Sicherherungskasten. ©Gregory_DUBUS / iStockphoto.com

Wenn bei dir zuhause plötzlich das Licht ausgeht, geschieht das meist zu deiner Sicherheit, denn oft liegt der Fehler bei einem defekten elektrischen Gerät im Haushalt, das für die Überlastung verantwortlich ist. Die Ursache des Stromausfalls lässt sich am Sicherungskasten ermitteln. Lass am besten direkt einen Fachmann ans Werk. Dieser kann feststellen, ob der so genannte Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutzschalter) oder eine der Sicherungen rausgeflogen ist.

Wann und warum der FI-Schalter oder die Sicherung unterbricht und wie dem Problem auf den Grund gegangen werden kann, erklären wir dir im Folgenden.

Wichtig ist: Sobald der FI-Schutzschalter rausfliegt, solltest du die Situation ernst nehmen. Am besten und sichersten ermittelt ein Elektriker die Ursache dafür, warum sich der FI-Schalter nicht wieder einschalten lässt.

FI-Schutzschalter: Funktion für deine Sicherheit

Der Fehlerstrom-Schutzschalter, auch FI-Schutzschalter genannt, hat als Schutzvorrichtung die Funktion, bei Überlastungen der Leitungen zu reagieren und nicht nur den Strom auszustellen, sondern auch vor einem Stromschlag bei einer offenen Leitung zu schützen, der im Ernstfall tödlich enden kann. Auch als Vorrichtung zum Brandschutz ist der FI-Schalter in Gebrauch, da er Fehlerströme, die entstehen, wenn elektrische Geräte defekt sind, unterbindet. Daher ist in jeder Wohnung und in jedem Haus ein FI-Schutzschalter wichtig.

Was bedeutet FI?

Die Abkürzung “FI” steht einerseits für “Fehler” und “I” ist das Formelzeichen für die elektrische Stromstärke. Diese gibt an, wie hoch die elektrische Ladung ist, die sich in einer Sekunde durch die Leitung bewegt.

Leitungsschutzschalter und FI-Schutzschalter: Die Unterschiede

Der Fehlerstrom-Schutzschalter befindet sich in deinem Sicherungskasten, der zum festen und verpflichtenden Inventar in jeder Wohnung und jedem Haus gehört. Der FI-Schalter ist neben den normalen Sicherungen, die als Leitungsschutzschalter bezeichnet werden, eine zusätzliche Schutzvorrichtung, mit der sich ein Elektriker am besten auskennt. Pro Raum gibt es jeweils einen Leitungsschutzschalter, der die Stromleitungen schützt und einen Kurzschluss verhindern soll. Besteht in dieser Hinsicht Gefahr, schaltet sich die Sicherung ab und ein Fachmann kann anhand der Auszeichnungen in deinem Sicherungskasten gut nachverfolgen, in welchem Raum sich die Fehlerquelle befindet.

Der FI-Schutzschalter hat zusätzlich die Aufgabe, Menschen vor einem Stromschlag zu schützen, indem er bei Unregelmäßigkeiten und unabhängig von der Stromstärke den Stromkreis unterbricht. 

Was tun, wenn der FI-Schalter rausfliegt?

Im Folgenden erklären wir dir, was getan werden muss, wenn der FI-Schalter herausfliegt. Am besten solltest du dich nichts selbst auf die Suche nach der Fehlerquelle begeben, sondern einen Fachmann beauftragen.

  1. Alle Sicherungen werden ausgeschaltet. Halte eine Taschenlampe bereit.
  2. Danach wird der FI-Schutzschalter wieder eingeschaltet.
  3. Zur Fehlersuche werden nun die Sicherungen nach und nach und Raum für Raum wieder eingeschaltet.
  4. Springt der FI-Schutzschalter nun wieder raus, wenn die Sicherung eines bestimmten Raumes wieder einschaltet ist, ist die Fehlerquelle in einem bestimmten Bereich in deinem Zuhause zu verortet. Es kann sich beispielsweise um die Küche oder das Wohnzimmer handeln, wo oft die meisten elektrischen Geräte vorhanden sind.
  5. Ziehe im betroffenen Raum alle Stecker aus der Steckdose. Dann kann der FI-Schutzschalter wieder eingeschaltet werden.
  6. Nach und nach können die elektrischen Gerät wieder an den Strom angeschlossen werden. So lässt sich beobachten, welches Gerät die Störung im Stromkreis wieder auslöst. Auf diese Weise kann ein Fachmann ermitteln, welches Gerät defekt ist und abgeschaltet und repariert oder ersetzt werden muss.