Dimmer

Drehdimmer

Dimmer © Dainis Derics/Shutterstock.com

Mit einem Dimmer lässt sich die Helligkeit von Lampen individuell einstellen. Dimmer zuhause einzusetzen bietet diverse Vorteile:

  • Helligkeit einfach variieren
  • Anpassung des Lichts an die individuelle Stimmung und Bedürfnisse
  • geringerer Energieverbrauch
  • geringere Energiekosten

Das Grundprinzip dahinter: Ein Dimmer sorgt dafür, dass die Stromzufuhr gezielt so geregelt wird, wie es die gewünschte Helligkeit verlangt.

Die Veränderung erfolgt entweder stufenlos (beispielsweise über den Drehschalter in der Wand) oder in voreingestellten Stufen (wie bei einigen Lichtschaltern und Touchdimmern).

Dimmer-Technologien: Wie funktionieren Dimmer?

An dieser Stelle sind zunächst einige Physikgrundlagen aufzufrischen: Wir nutzen zuhause für herkömmliche Elektrogeräte und Leuchten sogenannten Wechselstrom. Dieser hat die Eigenart, dass er in regelmäßigen Abständen seine Polarität ändert, also in eine andere Richtung „fließt“. Visualisiert man diese Tatsache, ist eine Sinuskurve abzubilden.

In sehr schnellen Zeitabständen schaltet ein im Dimmer verbautes Element (als engl. „Triac“ bezeichnet) nun den Strom an und aus. Dieses Ein- und Ausschalten wird durch die Steuerung der sogenannten Last erreicht.

Bei Dimmern gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Technologien, die sich jeweils für unterschiedliche Lampenarten eignen. Man unterscheidet:

Phasenanschnittdimmer

Bei Phasenanschnittdimmern wird der Strom nach dem Nulldurchgang verzögert eingeschaltet, bis er zum nächsten Nulldurchgang fließt.

Phasenabschnittdimmer

Die Wirkungsweise von Phasenabschnittdimmern hingegen ist genau umgekehrt: Der Strom beginnt direkt nach dem Nulldurchgang zu fließen und endet, bevor er den nächsten Nulldurchgang erreicht. Die Steuerungselektronik für Phasenabschnittsdimmer ist etwas aufwändiger als für Phasenanschnittdimmer.

Kennzeichnung von Dimmern

Eine Kennzeichnung, welche Dimmer für welche Lampen geeignet ist, erfolgt über die jeweilige Last, für dessen Regelung der Dimmer ausgelegt ist.

Ein liegendes Dreieck veranschaulicht, dass die Helligkeit der Lampe verstellbar ist; zudem gibt es verschiedene Buchstaben-Zeichen für die diversen Varianten:

  • „R“: ohmsche Lasten

Das „R“-Symbol zeigt an, dass diese Dimmer ausschließlich zum Dimmen von sogenannten „ohmsche Lasten“ geeignet sind.

Liegendes Dreieck mit R-Kennzeichnung für Dimmer

© lampe.de

Beispiel: Ohmsche Lasten liegen vor bei Standard-Glühlampen oder Hochvolt-Halogen-Glühlampen.

 

  • „L“: induktive Lasten

Wenn Dimmer mit einem „L“ gekennzeichnet sind, ist er darauf ausgelegt, induktive Lasten zu steuern. Induktive Lasten liegen beispielsweise vor, wenn Spulen verbaut sind.

Liegendes Dreieck mit L-Kennzeichnung für Dimmer

© lampe.de

Beispiel: Induktive Lasten liegen vor bei Niedervolt-Halogenlampen mit konventionellem/gewickeltem Transformator.

 

  • „C“: kapazitive Lasten

Dimmer, die mit einem „C“ gekennzeichnet sind, können kapazitive Lasten steuern.

Liegendes Dreieck mit C-Kennzeichnung für Dimmer

© lampe.de

Beispiel: Kapazitive Lasten findet man bei Niedervolt-Halogenlampen mit elektrischem Transformator.

Bei manchen Dimmern finden Sie Kombinationen der unterschiedlichen Buchstaben: Hierbei handelt es sich um Universaldimmer, die Sie zur Steuerung der jeweils angegebenen Lastenart einsetzen können.

Liegendes Dreieck mit R,L,C-Kennzeichnung für Dimmer

© lampe.de

Dimmerarten: Drehdimmer, Schiebedimmer und Co. 

Auch hinsichtlich des entstehenden Lichts und der Bedienung der Dimmer besteht eine Vielfalt, die nicht sofort überblickt wird. Grundsätzlich unterscheidet man stufenloses Dimmen vom Dimmen anhand voreingestellter Werte, zwischen denen gewechselt werden kann.

Die beliebten Touchdimmer, welche häufig bei Stehlampen oder Tischleuchten zu finden sind, ermöglichen das Regulieren der Helligkeit anhand bestimmter Stufen. Je nach Modell sind unterschiedlich viele Dimmerstufen wählbar.

Dimmer mit Fernbedienung sind besonders komfortabel und steuern ebenfalls die gewünschte Helligkeit in Stufen. Sie sollten aber darauf achten, dass das Licht auch ohne die Fernbedienung noch dimmbar ist; ansonsten kann es schnell passieren, dass Sie es bei Verlust der Fernbedienung überhaupt nicht mehr dimmen können.

Der Vorteil von Drehdimmern und Schiebedimmern hingegen: Hier können Sie stufenlos ganz genau einstellen, welche Helligkeit Sie wünschen.

drehdimmer_dimmerarten

Drehdimmer lassen sich stufenlos bedienen © Ignatiev/ Getty Images International

Warum brummen Dimmer?

Wird eine Lampe nicht auf voller Leistung betrieben, sondern gedimmt, ist oftmals ein dezentes Summen oder Brummen wahrzunehmen. Dieses ist auf die dahinterliegende Technik zurückzuführen: In der Regel brummen Dimmer, welche zur Steuerung von gewickelten Transformatoren eingesetzt werden (beispielsweise bei Niedervolt-Halogenlampen), am intensivsten. Wir empfehlen Ihnen daher, in qualitativ hochwertige Produkte zu investieren. Hier ist die Verarbeitung der Spule so gut, dass sich das Brummen minimiert.