Wabi Sabi meets Skandi: beim neuen Wohnstil “Japandi”

Japandi Wohnzimmer

Ein typisches Japandi Wohnzimmer © FollowTheFlow istockphoto.com

Wabi Sabi, Japandi, Skandi – in aller Munde, aber was bedeutet das eigentlich genau? Wir erklären, was Wabi Sabi und Skandi Interior ausmacht und warum die beiden Wohnstile, die sich kombiniert gerade als “Japandi”-Wohntrend einen Namen machen, ein perfektes Duo ergeben, das gemeinsam die Einrichtungsherzen höher schlagen lässt.

Was ist Wabi Sabi?

Wabi Sabi nennt sich das ästhetische Raumkonzept in der japanischen Einrichtung bei dem die Schönheit im Simplen und der Schlichtheit des Interior gesehen wird. Es geht darum, sich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren; durch die Art sich einzurichten, die Unvollkommenheit und Einfachheit im Alltag bewusst wahrzunehmen. Auf den Interior-Bereich bezogen bedeutet das: Purismus hält Einzug in die Wohnräume. Erreicht wird dieser Eindruck durch bewusst geschaffene optische Leere und die Fokussierung auf wenige ausgesuchte Interior-Pieces – denen dafür aber umso größere Aufmerksamkeit zuteil wird. “Weniger ist mehr” heißt es für jeden, der den Wabi Sabi-Trend mitgeht. So finden im Wabi Sabi-Interior, das die moderne japanische Ästhetik widerspiegelt, vor allem mit Bedacht gewählte, ausdrucksstarke Designklassiker einen Platz. Unvollkommenheit und ein natürliches Bild sind den Japanern dabei besonders wichtig, weshalb Holz, Beton oder Leinen beliebte Materialien sind. Überladene Räume sind den Wabi Sabis, wie wir die Verfechter des Stils liebevoll getauft haben, ein Dorn im Auge und entgegen ihrer Lebensart sich durch die Fokussierung auf das Wesentliche freier zu fühlen.

Die neuartige Wabi Sabi-Art sich einzurichten, hat sich aus der japanischen Einrichtungslehre entwickelt, die das “Wohnen in Harmonie” ins Zentrum rückt. Die Philosophie dahinter ist geprägt von der Lehre des Feng Shui, bei der es darum geht, die Einrichtung harmonisch nach den Elementen Wasser, Feuer, Metall, Holz und Erde zu wählen. Auf diese Weise wird das Chi – der Energiefluss im Raum – gefördert, der dem Glauben zufolge für die Wohlfühlatmosphäre verantwortlich zeichnet. 

Japanische Einrichtung: Was nicht fehlen darf

Für den Fall, dass Sie noch nicht recht greifen können, was die Einrichtung betreffend, typisch japanisch ist, geben wir Ihnen hier kurz und knapp die fünf Must-Haves der japanischen Inneneinrichtung an die Hand:

  • Natürliche Materialien bei Möbeln und Leuchten: Besonders beliebt sind im östlichen Raum Bambus oder Wiener Geflecht
  • “Fusuma”, die typischen japanischen Trennwände, die für eine klare Raumteilung sorgen
  • Bodennahe Möbel, wie etwa die beliebten Futonbetten aus Holz
  • “Tansu” – rustikale mit Metall beschlagene Holztruhen und
  • “Tatami-Matten”, die als Sitzgelegenheit dienen

Was ist typisch Skandi?

Die nordische Einrichtung zeichnet sich durch helle, gediegene Farben und natürliche Materialien für Möbel, Deko und Beleuchtung aus. Der typische Skandi-Flair lässt einen Raum gemütlich aussehen, hyggelig, wie die Skandinavier selbst sagen. Wie auch beim Wabi Sabi Wohnen wird der Skandi-Trend von minimalistischen Grundgedanken gespeist und harmoniert dadurch auch so gut mit vielen japanischen Einrichtungsideen. Skandi ist geradlinig und von beruhigender Schlichtheit, was den angesagten Stil sich einzurichten so gut kombinierbar macht. Auf die Beleuchtung bezogen ist die typische Skandi-Lampe eine perfekte Symbiose aus ästhetischem Design und herausragender Lichtqualität. 

Japandi: Japanische Einrichtung mit Skandi-Touch

Kombiniert man die modernen Einrichtungskonzepte der japanischen Kultur mit dem minimalistischen Stil aus dem hohen Norden, ergibt sich ein interessanter neuer Interior-Stil: Japandi! 

  • Zurückhaltend und schlicht, 
  • dabei aber keineswegs gehaltlos oder eintönig

besticht der neue Wohntrend mit schlichten Farben und Formen. Japandi definiert sich durch Funktionalität und setzt bewusst nur einige wenige Design-Statements in Wohnzimmer und Co. Das kann zum Beispiel ein beliebtes Möbelstück aus Holz oder eine zeitlose Designerleuchte sein. Bei der Japandi-Einrichtung treffen oft schwarze Details auf helle Wandtöne und unbehandelte Materialien, die eine gewisse Natürlichkeit ausstrahlen. Die dunkleren Elemente sind Einflüsse aus der japanischen Einrichtung, helle Töne fließen aus der freundlichen Farbwelt der skandinavischen Länder ein. Die schwarzen Elemente lenken den Blick, helle Beigetöne oder Weiß sind der Gegenpol und strahlen die nötige Leichtigkeit aus. Auch Braun und Terracotta fügen sich wunderbar in das Konzept ein, einer Mischung aus Understatement und persönlicher Note.

So wie in den Räumlichkeiten von Viktoria von @tthese _beautiful_thingss kann Japandi Einrichtung aussehen: Aufgeräumt, mit harmonischen Farbkombinationen und wunderbar minimalistisch.

Japandi Lampen kaufen

In Sachen Beleuchtung sind Sie beim Japandi-Stil flexibel. Besonders beliebt sind zeitlose Designklassiker wie zum Beispiel von den Marken Louis Poulsen oder Artemide, die mit eleganten, puristischen Designs in organischen Formen daherkommen. Farblich sind sowohl helle Töne als auch schwarze Leuchten willkommen. Weil Funktionalität sowohl in der skandinavischen Einrichtung als auch für japanisches Interior von großer Bedeutung ist, ist es nicht verwunderlich, dass eine gute Lichtqualität auch im Japandi-Stil einen hohen Stellenwert hat. Die Japandi-Einrichtung lebt von vielen Lichtquellen und einer Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung, die sanftes, diffuses Licht für die geselligen Wohnräume spendet.