Das Dimmen von LED-Lampen: Funktionsweise

Tischleuchte mit Dimmer am Bett

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Kann man LEDs dimmen? Technisch betrachtet ist dies kein Problem, jedoch: Nur explizit als dimmbare LED-Lampen gekennzeichnte Leuchtmittel und -leuchten können gedimmt werden! Da die Schnittstelle zwischen Dimmer und LED-Lampe nicht normiert ist, funktioniert aber nicht jeder LED-Dimmer mit jeder LED-Lampe. Zudem muss die Mindest-Grundlast des LED-Dimmers geringer als oder genauso groß sein wie die Leistungsaufnahme der angeschlossenen Lampe.

Bei mehreren LEDs, die mit einem Dimmer betrieben werden, muss sich der LED-Dimmer an derjenigen Lampe mit der geringsten Leistung ausrichten; ebenso darf auch die zulässige Höchstlast des Dimmers nicht überschritten werden, damit ein einheitliches Lichtergebnis erzielt wird.

Vorsicht: Verwenden Sie einen Dimmer mit einer nicht als dimmbar gekennzeichneten LED-Lampe, kann diese stark flackern oder sogar kaputtgehen. Wenn Sie eine dimmbare LED mit einem inkompatiblen Dimmer verwenden, funktioniert das Dimmen der LED, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt, und schädigt das Leuchtmittel.

LED flackert beim Dimmen – was kann ich tun?

Das Flackern beim Dimmen kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann es, wie bereits oben angedeutet, an der LED selbst liegen: Ist diese nicht als dimmbar gekennzeichnet, sollten Sie das Leuchtmittel auch nicht mit einem Dimmer verwenden. Zum anderen kann es auch am Dimmer liegen: Dieser sollte für LED Lampen geeignet sein.

Diese möglichen Ursachen gehen einher mit der zulässigen Last des Dimmers: Der Dimmer ist ausgelegt für ein Leuchtmittel, welches innerhalb des Bereiches einer vorgegebenen Watt-Zahl liegt. Dementsprechend sollte das Leuchtmittel auf den passenden Bereich, der am Dimmer ausgewiesen ist, zugeschnitten sein.

Die meisten alten Dimmer funktionieren nicht mit LED Lampen

Sogenannte Universaldimmer, die für Glühbirnen bzw. Halogenlampen entwickelt wurden, sind in der Regel nicht mit LEDs kompatibel, da sie eine höhere Mindestlast aufweisen. Leuchtdioden hingegen verbrauchen kaum Strom, wobei sie erst ab einer bestimmten Durchlassspannung von wenigen Volt zu leuchten beginnen (1,2 V bei Infrarot-LEDs, bis zu 4 V bei Ultraviolett-LEDs). Zudem funktionieren LED Lampen mit Gleichstrom und benötigen daher eine vorgeschaltete Elektronik, um den Wechselstrom aus dem Netz umzuwandeln. Gedimmt wird dann genau genommen nicht die LED-Lampe, sondern die zwischengeschaltete Elektronik.

Kaum einheitliche Standards

Die vielen Hersteller von LED Lampen und Dimmern haben sich bislang nicht auf ein übergreifend einheitliches Steuerungssystem einigen können, sodass man beim Dimmen von LED Lampen nicht nur auf die grundlegenden technischen Daten achten muss, sondern auch auf die Kompatibilität zwischen den Produkten bestimmter Hersteller. Daher bleibt das Dimmen von LED Lampen immer noch ein unübersichtliches Thema, wenngleich sich die Möglichkeiten in den letzten Jahren deutlich verbessert haben.

Empfehlung: Ersparen Sie sich unnötigen Ärger, indem Sie den Dimmer für LED-Leuchten nicht kaufen, wenn Sie sich nicht hundertprozentig sicher sind, dass dieser kompatibel ist. Im Zweifelsfall lohnt es sich, beim Hersteller der Leuchte bzw. der Lampe nachzufragen, ob das ausgesuchte Modell wie gewünscht funktionieren wird; zahlreiche Firmen haben eine Liste mit für ihre Produkte empfohlenen LED-Dimmern zusammengestellt.

Geeignete Dimmer für LED-Leuchten

Bei zahlreichen LED-Dimmern handelt es sich um Phasendimmer: Bei Phasenanschnittdimmern, welche in der Regel für konventionelle Trafos verwendet werden, erfolgt die Beeinflussung der Stromkurve im zweiten Teil eines Sinuswellenbergs bzw. -tals (auch diese Variante gibt es zum Dimmen von LED Lampen), bei Phasenabschnittdimmern (im Normalfall für elektronische Trafos) ist es umgekehrt.

Neben diesen beiden auch von Glühlampen bekannten Technologien gibt es die Methode der Pulsweiten-Modulation (PWM). Hierbei wird der Stromfluss periodisch für eine bestimmte Intervalldauer unterbrochen, wodurch die LED-Lampe weniger hell leuchtet. Je länger die Pause, desto stärker der Dimmeffekt. Für das menschliche Auge sind die Unterbrechungen nicht direkt sichtbar, da sie zu schnell aufeinanderfolgen.

Eine weitere Option ist die DALI-Schnittstelle (Digital Addressable Lighting Interface), über die sich verschiedene Lampen im ganzen Haus vernetzen und einzeln steuern lassen. Mittlerweile ist es technisch problemlos möglich, entsprechend konfigurierte LED Lampen per Smartphone-App zu dimmen; derartige Produkte sind allerdings noch selten. Auch für die digital vernetzten Dimmer-Schnittstellen gilt: Nur, wer sich zunächst gründlich informiert, kauft dimmbare LED-Lampen und Dimmer, die wirklich gut zueinander passen.

Fazit: Diverse Technologien finden Anwendung beim Dimmen von LEDs, wobei individuell geschaut werden muss, welche die passende ist. Daher nochmals der Hinweis: Informieren Sie sich bei offenen Fragen für jeden Einzelfall genau beim Support des Herstellers, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. LEDs zumindest eröffnen neue Möglichkeiten zum Dimmen, da nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Lichtfarbe eingestellt werden kann. Übrigens: Im Lampe.de Online Shop finden Sie eine große Auswahl an dimmbaren LED-Leuchten, beispielsweise dimmbare Stehlampen und Deckenfluter, dimmbare Deckenleuchtendimmbare Pendelleuchten und Hängeleuchten oder dimmbare LED-Tischleuchten.