LEDs und Energiesparlampen im Vergleich

LED-Lampen sind Energiesparlampen in vielerlei Hinsicht überlegen

LED vs. Energiesparlampe © olvius/Shutterstock.com

Seit mit dem EU-Beschluss von 2008 die Glühbirne schrittweise abgeschafft wurde, ist die Verunsicherung bei den Verbrauchern groß. Welches Leuchtmittel ist nun das Richtige? Wie kann ich bei der Beleuchtung Strom und Geld sparen? Und muss ich jetzt zugunsten der Umwelt auf warmes, wohnliches Licht verzichten? Das Verbot der Glühlampe hat in den vergangenen Jahren zu großen Diskussionen und vielen Fragen seitens der Verbraucher geführt.

Als „Ersatz“ für die Glühbirne rückten sehr schnell zwei Leuchtmittel in den Fokus: die Licht emittierende Diode (kurz: LED) und die Energiesparlampe. Aber welche Lampe kann eigentlich was? Und mit welcher spare ich auf lange Sicht am meisten? Im folgenden Beitrag beleuchten wir die lichttechnischen Eigenschaften von LEDs und Energiesparlampen, stellen beide Leuchtmittel im direkten Vergleich gegenüber und erkunden die Vor- und Nachteile dieser beiden Lampenarten.

Energie sparen? Energiesparlampen!

Herkömmliche Glühlampen produzieren hauptsächlich Wärme; sie sind sehr ineffizient, fressen Unmengen an Strom und schädigen so die Umwelt. Das EU-weite Verbot war als Umweltmaßnahme also längst überfällig. Halogenlampen verbrauchen zwar weniger Strom und sind zudem langlebiger, stellen aber keinen technologischen Durchbruch dar. Als Alternative bieten sich beispielsweise die weitaus sparsameren Energiesparlampen an. Gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne lassen sich mit einer Energiesparlampe bis zu 80% Energie einsparen und sie hat dabei eine deutlich längere Lebensdauer.

Problematisch ist jedoch der Quecksilbergehalt. Energiesparlampen enthalten zwar nur sehr geringe Mengen des hochgiftigen Schwermetalls (je nach Marke und Alter der Lampe zwischen 1 und 5 mg Quecksilber), aber wenn die Leuchten zerbrechen, kann eine Vergiftungsgefahr durch die austretenden Dämpfe bestehen. Modernere Modelle enthalten jedoch meist nur noch Quecksilber in fester Form und sie verfügen über einen Splitterschutz, sodass die Vergiftungsgefahr minimiert ist. Wegen ihres Quecksilbergehalts müssen Energiesparlampen aber auf jeden Fall über den Sondermüll entsorgt werden. Das Licht von Energiesparlampen wird, vor allem bei älteren Exemplaren, als „kühl“ wahrgenommen, zudem brauchen sie einige Sekunden, um ihre volle Helligkeit zu erreichen. Viele Menschen können sich deswegen die Ausleuchtung der Wohnräume mit Energiesparlampen nicht vorstellen.

LED – die Halbleitertechnologie

Der Beleuchtungsmarkt hat sich seit dem Glühbirnen-Verbot deutlich weiterentwickelt: Zukunftsträger sind die Licht emittierenden Dioden (LEDs). Nach Schätzungen der Branche werden LEDs in den nächsten Jahren den Großteil des Marktes ausmachen. Im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne verbrauchen sie bis zu 90 % weniger Strom. Zudem haben sie eine sehr lange Lebensdauer von etwa 50.000 Betriebsstunden. Das Licht von hochwertigen LEDs ist dem der Glühbirne sehr ähnlich. Bei LED-Lampen werden durch Strom Halbleiterkristalle zum Leuchten gebracht. Sie enthalten kein Quecksilber und können, wenn sie kaputt sind, einfach in den normalen Haushaltsmüll gegeben werden.

Fazit: LED-Lampen sind langfristig billiger und haben die beste Ökobilanz

In einer Untersuchung von Stiftung Warentest im Mai 2013 gingen LEDs als klare Sieger hervor. Untersucht wurden 20 „energiesparende“ Lampen. Das Ergebnis: Acht von neun getesteten LED-Lampen erhielten das Urteil „sehr gut“, was die Umweltverträglichkeit angeht. Damit liegen LEDs deutlich vor Energiesparlampen, von denen alle bis auf eine mit „gut“ abschnitten. Die getesteten LED-Lampen überzeugten aber nicht nur aufgrund ihrer guten Energiebilanz. Ein weiterer Pluspunkt für die LED-Lampen war, dass sie direkt nach dem Einschalten ihre volle Helligkeit erreichen, während dies bei Energiesparlampen einige Sekunden dauern kann.

Der Einsatz von Energiesparlampen kann dort sinnvoll sein, wo die Lichtfarbe keine so große Rolle spielt, zum Beispiel in der Garage oder im Keller. Für den Einsatz in Fluren und Treppenhäusern eignen sie sich wegen der langen Aufwärmzeit nicht. Auf lange Sicht lassen sich mit LEDs, trotz der relativ hohen Anschaffungskosten, deutlich mehr Energie und Geld sparen als mit Energiesparlampen. Moderne und hochwertige Modelle verfügen zudem über ein breites Farbspektrum, sodass sich mit ihnen gemütliches, warmes Licht erzeugen lässt – ideal also als „Glühbirnenersatz“ für Wohnräume.