Die richtige Arbeitsplatzbeleuchtung im Büro

Beleuchtung Arbeitsplatz zu dunkel

Arbeitsplatzbeleuchtung © kieferpix/thinkstock.de

Die falsche Arbeitsplatzbeleuchtung kann erwiesenermaßen zu stark abnehmender Leistungsfähigkeit und einer höheren Fehler- und Unfallquote führen. Deshalb gilt es der schlechten Arbeitsplatzbeleuchtung entgegenzuwirken.

Aber was bedeutet „schlechte“ Beleuchtung?

Im Allgemeinen lässt sich ein unzureichendes Lichtkonzept begründen mit dem nicht-vorhanden-sein von Tageslicht. Auch der Gesetzgeber mahnt zu ausreichend Lichtzufuhr von außen. Sowohl eine Arbeitsplatzposition mit zu wenig Licht, als auch eine mit fehlendem Sonnenschutz sind keine ideale Lösung. Die angebrachten Lampen dürfen den Arbeitnehmer weder blenden, noch reflektieren.

Ergonomische Arbeitsplatzbeleuchtung:

Eine ergonomische und damit angestrebte Beleuchtung am Arbeitsplatz setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Der direkten und der indirekten Beleuchtung, der Arbeitsplatzleuchte und dem Tageslichteinfluss. Die direkte Beleuchtung sollte seitlich vom Arbeitsplatz installiert sein, damit die Leuchten nicht blenden. Für die Grundhelligkeit im Raum sollte die indirekte Beleuchtung in Form von Deckenleuchten und einer Wandleuchte sorgen und die Schreibtischleuchte soll dafür sorgen, dass die Beleuchtung individuell an die Anforderungen angepasst werden kann.

Die Beleuchtungsstärke wird in lumen pro Quadratmeter gemessen und ist ein Indikator für die passende Helligkeit. Für gesunde und jüngere Arbeiter gilt eine Lux-Zahl von 500 als optimal, ältere Personen benötigen 750 bis 1500 Lux im Büro.

Nachfolgend wird ein grobes Maß für die nötige Beleuchtung an verschiedenen Arbeitsplätzen gegeben: In Lagerräumen, in denen die Art der Arbeit eher als grob einzustufen ist, sollte eine Beleuchtungsstärke von rund 50 bis 200 Lux gegeben sein. Bei Handwerkerarbeiten wie dem Bohren wird eine Lux-Zahl von 200 bis 300 angeraten. Bei feineren Arbeiten wie Lesen oder Schreiben sollte die Beleuchtungsstärke bei 500 bis 750 Lux liegen und bei sehr feinen Arbeiten sogar bei 1000 bis 2000.

Arbeitsplatzbeleuchtung Tageslicht

Licht im Büro © ismagilov/thinkstock.de

Positive Auswirkungen von richtigem Licht

Die Beschaffenheit des natürlichen Tageslichts wirkt auf unseren Organismus motivierend und stimulierend. Denn unser Biorhythmus orientiert sich maßgeblich am Tagesverlauf des Lichts. Die wahrgenommene Qualität unserer inneren Uhr verändert sich stetig durch sich ändernde Witterungsverhältnisse oder die Gegend in der man sich befindet. Vor allem aber wird unser Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst von der Tages- und Jahreszeit.

Außerdem regt das natürliche Sonnenlicht unseren Körper zur Vitamin D Produktion an. Gerade im Winter, wo Sonnenlicht Mangelware ist, ist ausreichend Beleuchtung am Arbeitsplatz daher essenziell für unser Wohlbefinden.