Welche IP-Schutzart bei Außenleuchten?

Regentropfen

Regentropfen © Sasiistock / Getty Images International

Da Außenleuchten Wind und Wetter ausgesetzt sind, müssen sie gut geschützt sein. Vor allem Niederschläge können den Lichtbringern auf dem Grundstück gefährlich werden. Auch Staub und feste Fremdkörper können den Leuchten schaden. Wie wetterfest und widerstandfähig eine Leuchte ist, erkennt man an der angegebenen IP-Schutzart. Wir erklären Ihnen, was das nochmal genau bedeutet und welche IP-Schutzart für draußen genau richtig ist.

außeneleuchten-pool

Außenleuchten am Pool © ShutterWorx / Getty Images International

Was bedeutet „IP-Schutzart“?

Eine zuverlässige Codierung von elektrischen Betriebsmitteln wie Leuchten und Fernsehern hinsichtlich des Schutzgrads gegen Umgebungsbedingungen ist eine internationale, weltweit bedeutende Angelegenheit. Aus dem englischen Sprachraum stammend, bezeichnet das Kürzel ‚IP‘ für Lampen schlicht und einfach den Ausdruck ‚International Protection‘, also, ins Deutsche übertragen, ‚Internationaler Schutz‘. Häufig wird es aber auch als ‚Ingress Protection‘, was auf Deutsch ‚Schutz gegen Eindringen‘ bedeutet, übersetzt. Schließlich geht es vor allem um die Frage, ob Feuchtigkeit oder Fremdkörper in das Gehäuse eindringen und dort die Elektrik beschädigen können.

Die IP-Schutzart besteht aus zwei Ziffern, sodass Leuchten beispielsweise als IP20 oder IP44 gekennzeichnet werden. Die erste Ziffer bezieht sich auf den Schutz vor Festkörpern und den Schutz bei Berührungen, die zweite auf den Schutz gegen Nässe. Die Ziffern definieren die Anforderungen, die an die Außenleuchten gestellt werden.

Welche IP-Schutzart eine Außenleuchte aufweisen muss, hängt von den jeweiligen Belastungen an ihrem Standort ab.

Die IP-Schutzart für außen

Die Standortbedingungen von Außenleuchten können natürlich sehr verschieden sein: Eine Außenwandleuchte unter dem Vordach ist weniger durch Nässe gefährdet als eine Unterwasserbeleuchtung für den Gartenteich. Ebenso ist eine Außenleuchte an der Einfahrt weniger von Staub bedrängt als eine Leuchte neben dem staubigen Gartenweg. Aber welche Schutzart ist für welchen Anspruch die richtige?

IP-Schutzart von Außenleuchten © hofstein GmbH

Schutzart IP 23
Wird die Leuchte direkt unter einem Überstand vom Dach installiert, sollte sie mindestens die IP-Schutzart 23 aufweisen. Nur dann ist sie gegen grobe Fremdkörper mit 12,5 mm Durchmesser geschützt und resistent gegen Tropfwasser, das mit einer Neigung bis zu 15 Grad auf die Leuchte trifft.

Schutzart IP 44
Wollen Sie eine Leuchte an einer überdachten Hauswand anbringen, sollte diese mindestens mit der IP-Schutzart 44 gekennzeichnet sein, um gegen feste Fremdkörper von 1mm Durchmesser zu schützen und Spritzwasserresistent zu sein. Nur so schadet Regenwasser, das gegen das Gebäude prasselt, den Leuchten nicht.

Schutzart IP 65
Wegeleuchten- oder Strahler, die sich unter einem Überstand am Boden befinden, sollten der IP-Schutzart 65 entsprechen. Dann sind die Leuchten nicht nur gegen Strahlwasser geschützt, sondern auch staubdicht. IP 65-Leuchten können beispielsweise bedenkenlos mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden.

Schutzart IP 67
Befinden sich Bodenleuchten auf Ihrem Grundstück, die nicht durch ein Abdach geschützt sind, sollten sie mit der Schutzklasse IP 67 gekennzeichnet sein. Dann halten sie auch starkem Regen stand und nehmen keinen Schaden, wenn sie zeitweilig komplett mit Wasser bedeckt sind.

Schutzart IP 68
Lampen mit der Schutzklasse IP 68 funktionieren sogar, wenn sie dauerhaft unter Wasser installiert werden. Sie eignen sich damit ideal als Teichleuchten im Garten.

Sie wollen sich auch über die IP-Schutzarten im Innenbereich informieren? In unserem Wiki-Eintrag finden Sie eine Liste mit allen IP-Schutzarten!

Beleuchtung-auf-dem-Grundstück

Beleuchtung auf dem Grundstück © Korisbo / Getty Images International