Wegbeleuchtung fürs Grundstück: Sicherheit und Ästhetik

Pollerleuchten sind hervorragend zur Wegbeleuchtung geeignet.

Wegbeleuchtung © Pakhnyushchy/Shutterstock.com

Die Wege zum Hauseingang, zum Keller und zur Garage sollten unbedingt beleuchtet werden können, schon allein im Interesse der Sicherheit und zur Vermeidung teurer Haftungsklagen.
Holprige Stellen im Kiesweg, Treppenstufen, der herumliegende Gartenschlauch und viele weitere potentielle Stolperfallen dürfen im Dunkeln nicht übersehen werden! Wegeleuchten mit Bewegungsmelder sorgen dafür, dass das Licht immer verfügbar ist, wenn es tatsächlich gebraucht wird und ansonsten keine Stromkosten durch die Wegbeleuchtung entstehen.

Wegbeleuchtungs-Checkliste: Folgende Aspekte sollten bei der Auswahl von Wegeleuchten unbedingt beachtet werden:

Wegleuchten: Das Angebot im Überblick

Folgende Liste stellt die wichtigsten Optionen kurz vor:

  • Bodenspots: Kleine Bodeneinbauleuchten, die als Orientierungslichter den Weg markieren.
  • Sockelleuchten: Relativ niedrige Leuchten, die auf Sockeln besonders gut zur Geltung kommen.
  • Pollerleuchten: Halbhoch, senkrecht aufragend; meist mit schlankem Design.
  • Mastleuchten: Hoch aufragende Außenstehleuchten.
  • Kandelaber: Mehrflammige Mastleuchten, die sich oben in mehrere Arme mit Lampen verzweigen.
  • Kugelleuchten: Sehr dekorative Leuchten mit kugelförmigen Lampenschirmen.
  • Solarleuchten: Laden ihre Batterien kostenlos mit Sonnenlicht auf.


Wie sollen die Wegeleuchten angeordnet werden?

Durch Bodeneinbauspots beleuchtete Gartenwege

Wegbeleuchtung mit Bodeneinbauspots © Shutterstock.com/Piotr Wawrzyniuk

Ein besonderer Fokus liegt natürlich auf allen Stellen, die Gefahrenpotential bieten, insbesondere Unebenheiten und Treppenstufen. Ansonsten gilt, dass die Wegeleuchten gleichmäßig angeordnet werden sollten, also in regelmäßigen Abständen. Denn starke Kontraste zwischen hellen und dunklen Bereichen erschweren die Sicht. Als Faustregel sollte man sich merken, dass der erforderliche Abstand zwischen den einzelnen Wegeleuchten mit steigender Lichtpunkthöhe größer wird. Nicht zuletzt deswegen zählen die rund zwei Meter hohen Kandelaber zu den beliebtesten Wegeleuchten.

Ist an alle Stolperfallen wie Treppenstufen gedacht?

Unbeleuchtete Treppen zählen zu den größten Gefahren, da sie Stürze mit schweren Verletzungen zur Folge haben können. Idealerweise wird jede einzelne Treppenstufe von oben her angeleuchtet. Alternativ bieten sich auch Einbauleuchten für die Seitenwände oder die Stufen selber an. Bei letzterer Methode kann es allerdings zu störenden Blendungen kommen. Kurze und weiche Schattenwürfe können den optischen Kontrast zwischen den einzelnen Treppenstufen betonen und erheblich zu guter Sicht beitragen.

IP-Schutzart: Wie gut verträgt die Leuchte die vorherrschenden Witterungsbedingungen?

Auf die IP-Schutzart ist beim Kauf von Außenleuchten immer zu achten, denn sie beschreibt den Schutz gegen das Eindringen von Nässe (2. Ziffer) und festen Fremdkörpern (1. Ziffer). Natürlich darf auf keinen Fall Regen in die Gartenleuchten eindringen! Entlang der Wege reicht oftmals die Schutzart IP44, die Schutz gegen Spritzwasser und feste Fremdkörper > 1mm verheißt. Wenn häufig Staubwolken entstehen, sollte die Wegeleuchte jedoch außerdem staubgeschützt (IP54) oder sogar staubdicht (IP55) sein. Bodeneinbauleuchten müssen auch bei zeitweiligem Untertauchen wasserdicht bleiben, wofür die Schutzart IPX7 erforderlich ist.

Bequeme Bedienung: Bewegungsmelder, Dämmerungsschalter und Fernbedienung

Bei der Wegbeleuchtung sind die Treppen unbedingt zu berücksichtigen.

Gründliche Wegbeleuchtung: Alle Treppenstufen sind gut zu erkennen © Shutterstock.com/travis manley

Wegeleuchten mit Sensor sind die beliebteste und praktischste Variante. Denn ihr Licht schaltet sich automatisch ein, wenn es gebraucht wird. Kernstück der Technologie ist eine Sende- und Empfangsstation für unsichtbares infrarotes Licht, die Menschen anhand deren Temperaturunterschieds zur Umgebung registriert. Wie lange das Licht an bleiben soll, lässt sich bei den meisten Modellen einfach einstellen, ebenso wie die Reichweite. Ein weiterer grundlegender Parameter und somit ein wichtiges Kaufkriterium für die Wegbeleuchtung mit Bewegungsmelder ist der Erfassungswinkel.

Wegeleuchten mit Dämmerungsschalter schalten sich ab einer bestimmten Umgebungshelligkeit ein und wieder aus, sodass sie des nachts durchgängig brennen. Auf diese Weise lässt sich eine Menge Strom sparen! Bei zahlreichen Modellen kann auch eine Uhrzeit festgelegt werden, zu der sie wieder ausgehen. Die vollautomatische Funktionsweise macht Wegeleuchten mit Bewegungsmelder und Dämmerungsschalter zu einer sehr guten Wahl. Einen gewissen Komfort bietet es auch, wenn sich die Wegeleuchten vom Haus aus per Fernbedienung einschalten lassen.

Stromanschlüsse: Erdkabel, Außensteckdosen und Solarleuchten

Um Wegeleuchten sicher und sauber zu verkabeln, muss man sich schon die Mühe machen und Erdkabel auf professionelle Weise verlegen. Wegeleuchten mit Steckdose bieten den Vorteil, dass Sie Ihre elektrischen Gartengeräte anschließen können und die aufwendige Verkabelung im Vorfeld von alljährlichen Gartenarbeiten entfällt. Wer sich unabhängig vom Stromnetz machen möchte, kann Solarleuchten installieren. Nachteilig ist, dass es vom Wetter abhängt, ob diese tagsüber genug Energie speichern, um die ganze Nacht hindurch in der erwünschten Helligkeit zu leuchten.

Wie befestige ich Wegeleuchten?

Zahlreiche Wegleuchten sind mit einem praktischen Erdspieß ausgestattet, der nur noch in den Boden gesteckt werden muss. Andere müssen sauber in festem Untergrund verschraubt werden, als Fundament für Wegleuchten kann beispielsweise ein Betonsockel dienen. Achten Sie darauf, dass vor den Arbeiten keine Fragen mehr offen bleiben, denn nur auf eine sauber installierte Wegeleuchte ist Verlass! Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten.