Lichtplanung im Einfamilienhaus oder Neubau

Lichtplanung

Lichtplanung © alphaspirit/Getty Images International

Sie wollen neu bauen oder Ihr Haus von Grund auf sanieren? Dann sollten Sie sich früh genug mit der Lichtplanung für Ihr Zuhause beschäftigen. Welche Fortschritte gibt es in der Lichttechnik? Welche Lichtsysteme sollen integriert werden? Und welche Möglichkeiten gibt es in Sachen Lichtdesign? Diese Fragen sollten Sie sich für ein optimales Beleuchtungskonzept stellen. Wir geben Ihnen 5 Tipps an die Hand, worauf es bei einem guten Beleuchtungskonzept ankommt.

1. Lichtplanung – wo sollen Leuchten installiert werden?

Verschaffen Sie sich gemeinsam mit einem Lichtexperten einen Überblick, welche Art von Beleuchtung in den jeweiligen Räumen eingesetzt werden soll. Wollen Sie etwa Deckenspots oder Bodeneinbauleuchten installieren, müssen die Handwerker wissen, an welchen Stellen Sie architektonische Aussparungen in der Deckenverkleidung oder in den Bodenbelägen lassen müssen. Nachträgliche Umbaumaßnahmen sind nicht nur mühsam, sondern auch kostspielig.

2. Wie viele Leuchten sollen insgesamt im Raum installiert werden?

Zentraler Bestandteil der Lichtplanung im Haus ist die Frage, wie viele Leuchten den Raum letztendlich ausleuchten sollen. Soll außer der Deckenleuchte auch noch eine Leselampe oder eine Wandleuchte ins Wohnzimmer? Und wie sieht es mit Schrankeinbauleuchten oder Möbeleinbauleuchten aus? Sich einen Überblick über die genaue Anzahl der Leuchten zu machen, ist wichtig, um die Steckdosen und Stromanschlüsse passend anlegen zu können. Oft wird auf diese Seite der Lichttechnik-Planung weniger Wert gelegt als auf die Lichtgestaltung in der finalen Phase des Hausbaus. Letztendlich werden Sie sich aber nur ärgern, wenn die nächste freie Steckdose am anderen Ende des Raumes liegt und Sie sich mit Mehrfachsteckdosen und Kabelverlängerungen aushelfen müssen.

Beleuchtungs-Planung für ein Haus

Beleuchtungs-Planung für ein Haus © PhotoBylove/Getty Images International

3. Die Lichtstimmung planen

Im Wohnzimmer möchten Sie gemütliches Licht, im Bad oder der Küche dagegen helles Licht zum Schminken und Kochen? Um die richtige Lichtstimmung zu schaffen, kommt es maßgeblich auf die Wahl des richtigen Leuchtmittels an. Warmweißes Licht besteht aus gelblichen Nuancen und schafft Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Warmweiße Leuchtmittel eignen sich gut für das Wohnzimmer oder das Schlafzimmer. Für die Küche oder das Esszimmer wählen viele lieber neutralweiße oder tageslichtweiße Leuchtmittel. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema „Lichtfarben“. Sie sollten sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, in welchen Bereichen des Hauses Sie bestimmte Stimmungen erzeugen wollen.

4. Indirekte Beleuchtung und direktes Licht einsetzen

Für ein perfektes Zusammenspiel von verschiedenen Lichtquellen im Raum, empfiehlt es sich, sowohl direkte Beleuchtung als auch indirektes Licht einzusetzen. Von direktem Licht ist die Rede, wenn Lampen das Licht unmittelbar dorthin ausstrahlen, wo das Licht gebraucht wird; indirektes Licht hingegen entsteht durch z. B. Deckenfluter oder Wandleuchten, wenn das Licht von Decke oder Wand reflektiert wird. Sie wollen mehr darüber erfahren? Hier gehts zum Beitrag über „direkte und indirekte Beleuchtung“.

Statt in direktes und indirektes Licht, lassen sich die Arten von Beleuchtung auch in Grundbeleuchtung, Zonenlicht und Stimmungslicht unterteilen. Am stimmigsten wirkt ein Raum aus unserer Sicht, wenn alle drei Lichtelemente verbaut sind. Spricht man von Grundbeleuchtung ist die Rede von gleichmäßigem Licht, dass der Orientierung im Raum dient. Ein typisches Beispiel dafür ist die Beleuchtung im Flur oder Treppenbeleuchtung.

Ergänzend zur Grundbeleuchtung empfehlen wir Ihnen Zonenlicht einzusetzen. Dieses Licht erhellt und akzentuiert gezielt einzelne Bereiche im Raum. In Form von Strahlern oder Hängelampen können beispielsweise Esstische oder Leseecken ins richtige Licht gerückt werden.

Für das i-Tüpfelchen in Sachen Beleuchtung sorgt letztendlich das Stimmungslicht, dass Sie mit sorgfältig platzierten Tischleuchten oder Einbaustrahlern erreichen. Darunter fallen beispielsweise Leuchten, die nur bei Bedarf, etwa mit dem Einzug der Dämmerung, eingeschaltet werden und für Gemütlichkeit und Wohlfühlatmosphäre im Raum sorgen.

Lichtvouten

Lichtvouten © Clerkenwell/Getty Images International

Ein kleiner Tipp für alle, die Lichtvouten und indirektes Licht einsetzen wollen: Vorgebaute Decken oder Wände eignen sich hervorragend für die indirekte Beleuchtung, weil man in den Hohlräumen problemlos Vorschaltgeräte und Kabel verschwinden lassen kann. Sie schaffen eine angenehme Lichtstimmung und lassen sich mit einer frühzeitigen Planung ganz leicht realisieren.

5. Über intelligente Lichtmanagementsysteme und Smart-Lights nachdenken

Lampen dimmbar machen, tagesabhängige Lichtregelungen, Zeitschaltungen oder Innenleuchten mit Bewegungsmelder: Die Möglichkeiten im Bereich Beleuchtung werden immer vielfältiger – und lassen sich mit der richtigen Lichtplanung auch relativ einfach realisieren. Denken Sie vor Baubeginn darüber nach, ob Sie einige Leuchten in Reihe schalten wollen und ob für Sie Beleuchtung mit Smart-Lights in Frage kommt. Denn auch App-gesteuerte Leuchten und intelligente Lichtschaltungen können toll wirken und dafür sorgen, dass Sie Energiekosten einsparen.

Smart-Lights

Smart-Lights © zhudifeng/Getty Images International

Nutzen Sie Licht als Werkzeug, um Innenräume nach Ihren Vorstellungen zu gestalten und unterstützen Sie die Wirkung der Architektur und der Einrichtung im Haus durch den Einsatz von Lichttechnik. Wir versichern Ihnen: Eine gute Lichtplanung werden Sie nicht bereuen.